Dr.
Andreas Nikolay einstimmig gewählt
Arbeit,
Ausbildung und Folgen der demographischen Entwicklung im Fokus
In
seiner Nominierungsrede bezeichnete der CDU-Vorsitzende Gerd Peifer
Dr. Nikolay als Kandidaten, „der mit seinen persönlichen und
fachlichen Qualitäten überzeugt. Er zeigt in seiner Tätigkeit als
Stadtbürgermeister Führungskompetenz und hat bewiesen, dass er einem
Gemeinwesen neues Selbstbewusstsein vermitteln und es gestalten und
voranbringen kann“. Die Verbandsgemeinde Simmern brauche eine Persönlichkeit,
die in der Zusammenarbeit mit den Menschen, die positive Entwicklung
der Verbandsgemeinde fördert und die anstehenden Zukunftsaufgaben
erfolgreich bewältigt. Dr.
Nikolay erläuterte in seiner Vorstellungsrede, dass ihm als
Betriebswirt und Wirtschaftspädagoge die Themen Wirtschaft, Arbeit
und Ausbildung besonders am Herzen liegen. „Dort,
wo Arbeit ist, sichern Bürger die Existenz ihrer Familien, erfolgt
Wertschöpfung als Ertrag wirtschaftlicher Betätigung und erzielen
Kommunen Einnahmen zur Finanzierung ihrer Infrastruktur.“ In diesem
Zusammenhang kritisierte der 48-Jährige die Einrichtung einer
Fachoberschule Wirtschaft in Sohren-Büchenbeuren, welche die
Berufsbildenden Schulen in Simmern schwäche. Er bekannte sich zur
Reaktivierung der Bahnstrecke zum Hahn, sieht aber in der Verschiebung
einen Standortnachteil. „Die CDU will den Bahnanschluss, wir können
die Hängepartie der Wartezeit bis zur Entscheidung in 2018 aber nicht
akzeptieren.“ Alle
Gemeinden beschäftigen sich mit den Folgen der demographischen
Entwicklung. Zurückgehende Einwohnerzahlen aufgrund geringerer
Geburtenraten führen zu einem Wettbewerb um Einwohner. Diese
Entwicklung bietet den Ortsgemeinden aber auch die
Chance, ihre Attraktivität zu steigern, ihren Ortskern zu
verschönern, Einrichtungen zu schaffen, die das Wohnen in der
Ortsgemeinde bis ins hohe Alter hinein ermöglichen. Damit auch
Ortsgemeinden ohne Vorrangflächen für Windkraftanlagen über die
notwendigen finanziellen Mittel verfügen können, bekannte sich der
CDU-Kandidat zu einem maßvollen Ausgleich und dem Solidarpakt
„Erneuerbare Energien“. Unabdingbare Voraussetzungen für ein funktionierendes Gemeinwesen sind
bürgerschaftliches Engagement und bürgerschaftliche Verantwortung.
Die Kultur, die eine örtliche Gemeinschaft hervorbringt, vermittelt
das Gefühl, daheim zu sein. Dies funktioniert nur, weil Ehrenamtliche
helfen und ihre Freizeit in den zahlreichen Vereinen der Stadt und
Ortsgemeinden sinnvoll einsetzen. Als
weitere Zukunftsthemen nannte Dr. Nikolay „Energie“ und
„Kommunalreform. Der von der Verbandsgemeinde eingeschlagene Weg zur
Gründung eines eigenen Energiebetriebes sei zwar schwierig, aber gut.
Die Verbandsgemeinde Simmern sei eine starke VG mit der notwendigen
Wirtschaftskraft und Einwohnerzahl. „Sollten andere
Verbandsgemeinden mit uns fusionieren wollen, so bin ich dafür
offen.“ Zum
Abschluss der Veranstaltung ehrten der
Vorsitzende des CDU Gemeindeverbandes Simmern Gerd Peifer und der
CDU-Kreisvorsitzende Hans-Josef Bracht, MdL Herrn Heiner Kochhan (für
40 Jahre) und Frau Gisela Steffen (für 25 Jahre) für ihre langjährige
Treue zur CDU.
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